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Konzeptuelle Skulptur?
Sven Drühl, 2001 [Download als PDF] In den Galerieräumen von Thomas Taubert ist derzeit mit „Medley“ eine Art Übersichtsschau zum Werk des in Düsseldorf lebenden Schweizers Thomas Stricker zu sehen. Die auf den ersten Blick ein wenig sperrig wirkenden Arbeiten lassen sich durch die Auseinandersetzung mit dem ungewöhnlichen konzeptuellen Ansatz des Künstlers entschlüsseln. Denkt man an Skulptur, kommt einem vieles in den Sinn - außer Konzeptkunst. Und doch verfolgt Stricker diesen ungewöhnlichen Ansatz. Seine Skulpturen entstehen weder aus dem Bauch heraus, noch stehen sie in der Tradition eines Moore, Deacon oder Cragg. Die Skulptur, die bei Stricker letztlich am Ende eines Langwierigen Prozesses Steht, ist genauso wichtig, wie der Prozeß selbst. Skulptur als Handlung. Das ist auch der Grund, warum das häufig an organisch-geologische Formen angelehnte Endprodukt kein Hochglanzdesignobjekt ist, sondern eher die Visualisierung einer Idee. „108 skulpturale Fragen“, so bezeichnet der Künstler sein Vorhaben, den Möglichkeiten zeitgenössischer Skulptur nach zu gehen - ein Langzeitprojekt. Künstlerisch beschränkt er sich dabei keineswegs auf diesen Bereich, sondern arbeitet mit Sprache, mit Fotografie, Video und Webcam; er dokumentiert einzelne Werkphasen und stellt sie unter der Adresse www.meteoritenwerkstatt.de ins Netz. |